Kryotherapie

Was ist eine Kryotherapie?

Das griechische Wort „kryo“ bedeutet „kalt“ – die Kryotherapie bezeichnet folglich eine medizinische Behandlung mittels Kälte. Sie gehört zu den sogenannten Thermotherapien und wird von Menschen schon seit der Antike eingesetzt. Man nutzt dabei den Temperaturunterschied zwischen dem Körper und seiner Umgebung oder einem kalten Objekt aus, um ihn als Ganzes oder an bestimmte Stellen abzukühlen.

 

Eine lokale Kryotherapie, zum Beispiel nur an einem Gelenk oder einer Extremität, hat im Wesentlichen folgende Wirkungen:

  • Verminderung der Durchblutung:
    In den ersten fünf bis zehn Minuten einer lokalen Kryotherapie ziehen sich oberflächlich liegende Gefäße zusammen. Anschließend erweitern diese ihr Lumen (Gefäßdurchmesser) und es folgt eine mehr Durchblutung des Gebietes.
    • Wirkt die Kälte länger ein, folgen auch Gefäße in tieferen Gewebeschichten. Die Blutversorgung ist dadurch herabgesetzt, was auch die Einlagerung von Flüssigkeit (Bildung von Ödemen) verringert.
  • Hemmung von Entzündungen:
    Eine längerfristige Kryotherapie von ein bis zwei Stunden führt neben der geringeren Durchblutung auch zu einer Dämpfung von Stoffwechsel- und Entzündungsprozessen.
  • Linderung von Schmerzen:
    Mit zunehmender Abkühlung wird Gewebe immer schmerzunempfindlicher, das subjektive Schmerzempfinden verringert sich. Bei einer Hauttemperatur von 15 °C ist diese bereits völlig schmerzfrei.