Physiotherapie

Wir arbeiten nach dem biopsychosozialen Modell, dieses gilt als die bisher bedeutendste Theorie für die Beziehung zwischen Körper und Geist. Krankheit und Gesundheit werden hier nicht als ein Zustand definiert, sondern als ein dynamisches Geschehen. Folgerichtig muss Gesundheit in jeder Sekunde des Lebens "geschaffen" werden. (Egger 2005)

Der (kranke) Mensch mit seinem Denken, Fühlen und Handeln und seine individuelle Lebensumwelt bekommen damit wieder jene Bedeutung zurück, die in der Euphorie des stark reduktionistischen "Mensch-als-Maschine-Modells" vorübergehend verloren gegangen ist.

Wir beginnen unseren ersten Termin mit einem professionellem therapeutischem Gespräch, und betrachten, im diagnostisch-therapeutischen Umgang, nicht nur das kranke Organ, sondern den leidenden Menschen mit seinen jeweils verbleibenden Fähigkeiten und Fertigkeiten in seiner konkreten Lebensumwelt.

Die neue, erweiterte Orientierung modifiziert unsere Rolle als Therapeuten insofern, dass wir keine Reparateure oder Mechaniker sind, die dich "wieder fit machen", sondern wir sind dein Katalysator, Berater oder Begleiter 

Katalysator
der Therapeut bietet dir Hilfe zur Selbsthilfe an, da dieser das Problem für dich als Patienten nicht lösen kann.

Berater
Physiotherapeuten sind in aller erster Line Berater - Denn wir leiten dir z.B. Übungen an, die du regelmäßig ausführen solltest. Ob du diesem Beispiel nun folgst oder nicht, obliegt ganz deiner Entscheidung.

Begleiter
in dieser Rolle kann der Therapeut weder etwas sinnvolles zum Behandeln vorfinden, weder hat der Patient die Ressourcen für eine Problemlösung zur Verfügung bzw. eine solche gar nicht möglich ist, sodass es primär darum geht, das Leid des Patienten auszuhalten und ihn in seinem Leiden zu begleiten, ohne sich dabei nutzlos zu erleben - anders ist eine Arbeit mit z.B. Sterbenden auf Dauer nicht möglich.

"Finde heraus, was im jeweiligen Krankheitsstadium deinem Patienten am besten hilft und heile mit allen gebotenen Mitteln - mit Wort, Arznei und Messer!" (Egger 2008)